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Grabbepflanzung

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Die Schatten im Hintergrund unseres Lebens werden wir nicht los. Aber vor ihnen leuchtet umso kräftiger, was vom Licht berührt wird.

Jeder hat seinen eigenen Geschmack für eine Grabbepflanzung. So soll auch jeder individuell, wenn machbar, für sich entscheiden, wie man die Heimstätte gestaltet. Schön ist es, wenn sich das Bild des Grabes auch einmal verändert - es soll "lebendig" sein. Auch sollte man darauf achten, wie pflegeaufwendig eine Grabbepflanzjung sein soll. Nachfolgend einige Beispiele:

Aufgang zum HimmelDer letzte Weg / Bild: stbroeDas Gedenkemein ist eine beliebte bodendeckende Pflanze. Schon ab März zeigen sich die ersten Blüten und halten sich bis Anfang Juni. Auch die Blätter, welche Herzförmig erscheinen, erfreuen den Betrachter durch ein frisches junges Grün, welches den Frühling symbolisiert.
Wenn man möchte, kann man den Bodendecker im Frühjahr durch Teilung vermehren. Das Gedenkemein fühlt sich im Halbschatten sehr wohl und benötigt einen leicht feuchten und humosen Boden. Bei dem Gedenkemein handelt es sich um eine winterharte Staude.

Gemswurz (Doronicum orientale), auch Frühlingsmargerite genannt, enstammt aus der Familie der Korbblütler und ist eine mehrjährige Staudenpflanze. Ursprünglich kommt die Gemswurz aus den Mittelmeerländern und aus dem Balkan. Sie blüht etwa von April bis in den Mai hinein, wobei die wunderschönen "Köpfchen" bis zu 5 cm breit werden können. Die Staude mag Streuschatten oder Halbschatten und benötigt einen guten Gartenboden. Sie ist frosthart (kein Winterschutz nötig). Bitte das Verwelkte regelmäßig entfernen, dadurch wird die Blütendauer verlängert. Als Nachbarpflanze eignet sich das oben genannte Gedenkemein.

Alte GrabstätteBlauschwingel (Festuca cinerea) - Der Blauschwingel ist eine beliebte frostharte (kein Winterschutz nötig) Stein- und Heidegartenpflanze. Sie liebt es vollsonnig auf eher trockenen und armen Böden. Die Blütezeit ist von ca. Juni bis Juli. Auch im Winter ist der Blauschwingel durch sein wintergrünes Laub (blau bis blaugrün) hübsch anzusehen. Die Laubfärbung ist umso intensiver, je karger bzw. trockener der Boden ist.

Polsterstauden eignen sich gut für eine Grabbepflanzung, da sich Pflanzenteppiche entwickeln und dadurch eine schnelle Austrocknung des Beetes verhindert werden kann. Man darf natürlich auch nicht die Pflegeleichtigkeit außer acht lassen. Sehr schön ist die sogenannte

Schleifenblume (Iberis sempervieres). Im 19. Jahrhundert trugen die Dienstmädchen Schürzenschleifen, die die Form von Blüten hatten, dadurch entstand der Name Schleifenblume. Es handelt sich hierbei um eine mehrjährige Polsterstaude deren Blüten man von ca. April bis Juni bewundern kann. Aber auch im Winter kann man sich noch an der Schleifenblume erfreuen, da sie eine sehr schöne grüne Färbung aufweist. Schleifenblumen bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Der Boden sollte wasserdurchlässig, trocken und humusarm sein. Die Pflanze benötigt im Winter keinen besonderen Schutz, die Schleifenblume ist winterhart. Als mehrjährige Staude für die Wintermonate ist die sogenannte

Schneerose oder Christrose wunderschön, damit auch im Winter das Grab "lebendig" erscheint. Gepflanzt werden kann ab August und schon im Februar bis lange Zeit in das Frühjahr hinein blüht die Schneerose. Die Schneerose kann man problemlos in schattige/halbschattige Standorte pflanzen. Damit die Schneerose auch schön blüht, streue etwas Kalk- oder benutze als altbewährtes Hausmittel zerkleinerte Eierschalen.

Blütenstaude - zum Beispiel das Tränende Herz, auch Herzerlstock oder Zweifarbige Herzblume genannt gehört zu der Familie der Mohngewächse und bedarfGrabbepflanzung geringer Pflege. Wichtig ist aber, das Tränende Herz an den richtigen Standort zu pflanzen. Das Tränende Herz ist zwar eine Schattenstaude, mag aber den absoluten Schatten nicht. Wenn ab und an die liebe Sonne auf die Staude ihre Strahlen ausbreiten kann, freut sich das Tränende Herz. Blütezeit ist von ca. April bis in den Mai hinein. Humose und lockere Erde werden von der Staude bevorzugt, der Boden sollte Feuchtigkeit speichern können. Die Staude zieht sich nach der Blüte zurück, aber die Wurzeln des Tränenden Herzes bleiben erhalten und warten voll Sehnsucht auf das nächste Frühjahr um wieder auszuschlagen.

Der Federbuschstrauch (Fothergilla major) besticht durch seine wunderschönen weißen Blütenähren. Diese verbreiten einen GrabbepflanzungDuft von Honig, der von den Bienchen sehr geliebt wird. Ab ca. April/Mai öffnen sich die ersten Blüten des Federbuschstrauches. Da der Strauch bis ca. 2,5 Meter hoch werden kann, empfiehlt es sich durch Rückschnitt den Strauch kleiner zu halten. Der Standort sollte windgeschützt und sonnig bis leicht halbschattig ausgewählt werden. Der Boden sollte locker und nicht zu trocken sein, Staunässe mag er garnicht. Faszinierend wirkt der Federbuschstrauch ab ca. Oktober, dann beginnt die Herbstfärbung der Blätter. Es ist eine Explosion der Farben: goldgelb bis zum leuchtendorange und zu einem tiefen Rotton.

Wem der Federbuschstrauch (Fothergilla major) zu groß ist, wähle den Zwerg-Federbuschstrauch (Fothergilla gardenii). Das ist ein langsam wachsender Strauch. Aber auch an dem kleinen Strauch erfreut man sich an der faszinierenden Herbstfärbung.

Hauswurz (Sempervivum) - kommt aus der Gattung der Familie der Dickblattgewächse. Semper bedeutet "immer" und vivus bedeutet "lebend" = "immer lebend". Der immergrüne Hauswurz wächst flach als Rosetten-Polster. Er wird ca. 15 cm hoch. Selbst an trockenen und kargen Stellen wächst das anspruchslose Dickblattgewächs. Die Rosetten haben je nach Art unterschiedliche Formen und Farben, genauso Grabbepflanzungdie Blüten, die sich ca. Juni bis August bilden. Die Einzelrosette stirbt nach der Blüte ab. Aber keine Angst, sie wird durch die Pflanze wieder ersetzt. Der Hauswurz ist absolut winterhart.

Für das Frühjahr werden auch immer wieder gerne Stiefmütterchen, Begonien oder auch Erika genommen.

Achten Sie immer darauf, dass die Pflanzen nicht zu pflegeintensiv sind und auch schon einmal einen Tag ohne Wasserzugabe aushalten.

Nicht zuletzt weil die Pflege nicht dauerhaft gewährleistet sein kann, werden immer mehr Gräber als Wiesengräber angelegt.

Mit in die Überlegungen der Grabpflege einbeziehen sollte man auch eine Urnenbestattung.

 

 

 

 


Bitte denken Sie daan, dass diese Ausführungen keine Gesundheits-/ Rechts-/ Anlageberatung und keine Vermittlung darstellen.
Es handelt sich hier nur um allgemeingültige Informationen und Hinweise. Prüfen Sie bei allen Anwendungen ihre persönliche Verträglichkeit auf die eingesetzten Inhaltsstoffe. Informieren Sie sich bei Bedarf durch unterschiedliche Informationsquellen und lassen Sie sich von einer Fachstelle beraten.

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