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Verdienstausfallversicherung

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Verdienstausfallversicherung

Der Verlust der Arbeit oder die Verhinderung die Arbeit auszuführen, ganz gleich aus welchen Gründen, ist eine persönliche Katastrophe in vielerlei Hinsicht. Deshalb sollte man sich gründlich absichern, vor allem für den Krankheitsfall. Die Verdienstausfallversicherung oder oft auch Krankentagegeldversicherung genannt, springt ein, wenn ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger aufgrund von Krankheit längere Zeit nicht arbeiten kann.

Für wen ist eine Verdienstausfallversicherung sinnvoll?

Die Verdienstausfallversicherung ist vor allem für Selbstständige äußerst sinnvoll, da bei Selbstständigen im längeren Krankheitsfall dieFoto Operationssaal finanzielle Existenz bedroht ist. Je nach Organisation des Unternehmens können Kosten auftreten (Stellvertreter) oder auch der Umsatz ganz oder teilweise wegbrechen. Der Arbeitnehmer hat ja noch eine sechs Wochen andauernde Lohnfortzahlung. Erst danach beginnt die Zahlung von Krankengeld durch die Krankenkasse.

Die Verdienstausfallversicherung wird, wie alle Versicherungsverträge, für einen bestimmten Zeitraum abgeschlossen. Gängig sind Laufzeiten zwischen 3 und 10 Jahren und anschließend eine jährliche Verlängerung.

Vor der Leistung durch die Versicherung müssen eventuell Wartezeiten eingehalten werden. Üblich sind sechs Monate bis ein Jahr. Erst danach wird bei einer nachgewiesenen Arbeitsunfähigkeit des Versicherungsnehmers der vereinbarte Tagessatz gezahlt.

Die Zeit vom ersten Krankheitstag bis zur ersten Zahlung von Verdienstausfallgeld ist auch maßgeblich für die Höhe der Beiträge. Üblich sind Staffelungen von 14 Tagen, 22 Tagen oder auch mehr. Hier muss sich der Versicherungsnehmer vor Abschluss der Verdienstausfallversicherung genau überlegen, wie lange er/ sie einen Verdienstausfall mit eigenen finanziellen Mitteln überbrücken kann. Je größer die Frist bis zur ersten Zahlung von Verdienstausfallgeld, umso günstiger sind die monatlichen Beiträge. Bei Arbeitnehmern ist es sinnvoll, die Verdienstausfallversicherung erst ab der siebten Woche, oder je nach finanziellen Rücklagen, noch später einspringen zu lassen, da bis zur sechsten Woche der Arbeitgeber noch zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist.

Bei manchen Verdienstausfallversicherungen ist es auch möglich die Zahlungen zu staffeln. Die Leistung der Versicherung ist in der ersten Woche der Erkrankung/ Leistungspflicht gering und steigt dann Woche für Woche an. Bis nach zwei/ drei Wochen der vereinbarte Tagessatz erreicht ist.

Einen großen Einfluss auf die monatliche Beiträge hat natürlich auch der Tagessatz, die Versicherungssumme, die versichert werden soll. Die Tagessätze richten sich nach dem bisherigen Einkommen des Versicherungsnehmers. Bemessungsgrundlage sind bei Arbeitnehmern der Nettolohn und bei Selbstständigen der Gewinn oder auch ein Prozentanteil des Umsatzes. Die Gesamtzahlungen des Verdienstausfallgeldes dürfen das vorangegangene Einkommen nicht übersteigen.

Die Leistungsdauer der Versicherung ist in der Regel begrenzt. Sie richtet sich nach dem abgeschlossenen Tarif. Üblich ist eine Leistungsdauer von 12 Monaten.

Verdienstausfallversicherungen können sowohl über die gesetzlichen Krankenversicherungen als auch über private Gesellschaften abgeschlossen werden.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen bieten Krankentagegeld in der Regel als Zusatztarif für freiwillig Versicherte an. Der Pflichtversicherte bekommt ja sowieso Krankengeld von seiner Versicherung. Er kann die Differenz zu seinem Einkommen aber privat versichern.

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