Aktuelle Seite: HomeVersicherungenVorsorgeGesetzliche Pflegeversicherung

Gesetzliche Pflegeversicherung

Bewertung:  / 26
SchwachSuper 

 

Doch reichen diese Leistungen oft nicht aus, die erheblichen Aufwendungen zu decken, die Angehörigen für ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder entstehen.

So sind die erheblichen Unterschiede in der Höhe der Pflegegeldzahlungen für häusliche Pflege, die die Angehörigen selbst vornehmen oder vornehmen lassen, im Gegensatz zu stationärer oder teilstationärer Pflege oder der Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes erst einmal unverständlich.

Zum Beispiel erhält eine private Pflegeperson für die häusliche Pflege eines Bedürftigen, der die Pflegestufe II hat, 430 Euro im Monat, während man bei Inanspruchnahme ambulanter Pflegedienste oder teilstationärer Pflege 1040 Euro, bzw. 1279 EURO bekommt. Ein Unterschied von 610 Euro?

Die Beantragung von Pflegegeld oder Pflegestufen ist außerdem meistens mit großen Schwierigkeiten verbunden. Oft wird die Einstufung der Pflegebedürftigkeit scheinbar willkürlich festgelegt. Wenn der Hilfesuchende einen "guten Tag" hat und alle Ihm durch den Gutachter gestellten Fragen und Aufgaben einigermaßen korrekt beantwortet und erledigt, dann ist es vorbei mit der Pflegestufe. Allein schon die Tatsache, dass der Prüfling an diesem Tag selbstständig essen kann, kann ein KO-Kriterium sein.


Um hohe eigene Zuzahlungen zur Pflege egal welcher Art zu vermeiden, bieten viele Krankenkassen eine Private Zusatzversicherung an, die es in drei verschiedenen Arten gibt:


Die Pflegerentenversicherung ist eine Lebensversicherung und zahlt im Bedarfsfall eine monatliche Rente aus. Dies hat den Vorteil, dass man stets die Sicherheit hat, einen bestimmten stabilen Betrag ausgezahlt zu bekommen, dessen Höhe nicht von der Pflegestufe abhängt. Die meisten Versicherungen werden nach Zahlungsbeginn sogar beitragsfrei weitergeführt, das heißt man erhält seine monatliche Rente ausgezahlt, ohne dafür weiter in die Versicherung einzuzahlen. Dafür sind Pflegerentenversicherungen oft verhältnismäßig teuer.

Die Pflegekostenversicherung erstattet die Kosten, die über die Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung hinaus entstehen. Sie hat den Vorteil, dass sie die tatsächlich entstandenen Kosten berücksichtigt und nicht einen Pauschalbetrag auszahlt. Zudem ist sie im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten der Zusatzversicherung sehr günstig. Allerdings werden je nach Vertrag und Krankenkasse nicht alle Leistungen übernommen und es kann Höchstgrenzen geben, über die hinaus die private Pflegeversicherung nicht bezahlt. Zudem zahlt sie nur dann, wenn sich auch die Pflichtversicherung an den Kosten beteiligt.

Bei der Pflegetagegeldversicherung wird für jeden Pflegetag ein vereinbarter Geldbetrag ausgezahlt, meistens abhängig von der Pflegestufe. Zum Beispiel würde man bei Pflegestufe III das volle, bei Pflegestufe II 70% und bei Pflegestufe I 50% des Pflegetagegeldes erhalten. Der Vorteil ist, dass man nicht an bestimmte Leistungen gebunden ist, sondern das Geld für jeden gewünschten Zweck einsetzen kann. Diese Zusatzversicherung ist also sehr flexibel und bietet sich auch für die häusliche Pflege an, da gezahlt wird, sobald eine Pflegestufe festgestellt wurde. Außerdem gibt es für die Pflegetagegeldversicherung bei den meisten Versicherten keine Altersgrenze, über die hinaus Versicherte nicht mehr angenommen werden.

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Zum Seitenanfang