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Gesetzliche Unfallversicherungen

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Gesetzliche Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung ist Teil der deutschen Sozialversicherungen. Erleidet ein Versicherter einen Arbeitsunfall oder leidet er unter einer Berufskrankheit, wird die gesetzliche Unfallversicherung aktiv. Die gesetzliche Unfallversicherung unterstützt die Kranken bei der Wiederherstellung ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit und springt bei einer Erwerbsminderung finanziell ein. Die gesetzlichen Unfallversicherungsträger sind die Berufsgenossenschaften.

Die gesetzlichen Grundlagen sind das Siebte Buch Sozialgesetzbuch und die Berufskrankheitenverordnung.Reha-MaßnahmeReha-Maßnahme/ Bild hemera
Die Geschichte der Unfallversicherung reicht bis ins Jahr 1884 zurück. Sie wurde von Reichskanzler Bismarck zu einer Zeit eingeführt, als die gravierenden sozialen und politischen Folgen der Industrialisierung für alle ersichtlich wurden und dringend einer Lösung bedurften.

Einkommensschwache Arbeiter und Betriebsbeamte wurden gegen Betriebsunfälle versichert. Die Minderung der Gefahr der krankheitsbedingten Erwerbslosigkeit und besonders die Schwächung der sozialen Parteien waren dabei Bismarcks Ziele. Letzteres misslang zwar, doch wurde so eine Grundlage für den modernen Sozialstaat geschaffen.

Die Aufgaben der Unfallversicherung:

Die Aufgaben der Unfallversicherung gehen weiter als die Gewährung von Sach- und Geldleistungen beim Eintritt eines Versicherungsfalles. Sie tritt auch präventiv auf, indem sie beispielsweise Mitgliedsbetriebe zu den Themen Arbeitssicherheit, Unfallverhütung und Gesundheitsschutz berät und unterstützt.
Pflichtversichert in der gesetzlichen Unfallversicherung sind demnach alle, die Sozialversicherungsbeiträge zahlen, also abhängig Beschäftigte. Daneben genießen aber auch andere Gruppen wie Schüler und Studenten, Pflegepersonen, Auszubildende, Helfer im Zivilschutz oder bei Unglücksfällen und Landwirte den Versicherungsschutz der Unfallversicherung. Unternehmer, Selbständige und Freiberufler können sich freiwillig versichern lassen. Im Unterschied zu den anderen anfallenden Sozialbeiträgen werden die Beiträge für die Unfallversicherung nur von den Mitgliedsunternehmen und Arbeitgebern bezahlt. Die Arbeitnehmer zahlen direkt keine Beiträge.
Der individuelle Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung errechnet sich nach folgender Formel: Entgelt x Gefahrenklasse x Beitragsfuß geteilt durch 1.000. Die Gefahrenklasse hängt von der jeweiligen Beschäftigung ab. Die Beschäftigung als Schreibkraft im Büro hat zum Beispiel einen niedrigere Gefahrenklasse als die Beschäftigung im Baugewerbe.
Der Beitragsfuß wird jährlich neu errechnet und ist für alle Beitragszahler gleich. Getragen wird die gesetzliche Unfallversicherung von gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften sowie den diversen Unfallkassen.

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